Philosophie und Kunst

Kunst ein Ausweg?

Philosophie und Kunst die mit den Wolken reist, die die Reflexe bändigt, für die das Reale nichts weiter ist als ein Ausgangspunkt und das Papier als solches, eine zarte blanke Gewißheit, um sich in die Abgründe des Mysteriums zu stürzen, die in der Höhe liegen und locken. Alle Kräfte fließen in die Intensivierung des übenden Subjekts, das sich im Gang der Exerzitien zu immer höheren Stufen einer rein performativen Seinsweise entfaltet. Was man die vita contemplativa genannt hat, um sie der vita activa gegenüberzustellen, ist in Wahrheit eine vita performativa.

Philosophie und Kunst.

Martin Heidegger

Eine Erörterung von Georg Trakls Gedicht

Heideggers Interpretation ist eigentlich keine Deutung von Georg Trakls Gedicht, sondern eine Festlegung auf Be-Deutung. Der Gedicht-Text dient als Tiefenstruktur, die erst durch den Philosophen in die Unverborgenheit des denkerischen Begriffs emporgehoben wird. Er suchte, wie die meisten Philosophen auch, eine Bestätigung seiner Philosophie in Werken der Kunst, vor allem in denen der Literatur. Heidegger liebte Sprach-Spiele und Etymologien, aber ich finde es immer wieder faszinierend seinen oft sehr eigenwilligen Gedankengängen zu folgen.