Artikel mit dem Tag "Gedichte-zur-Weihnachtszeit"



Sie tun ein Werk der Liebe; ich geh in die Welt, um die Liebe zu töten. Wo ich sie finde, da morde ich sie. Und ich finde sie oft genug in Hütten und Schlössern, in Kirchen und in der freien Natur. Aber ich folge ihr unerbittlich. Und wie der starke Lenzwind die Rose bricht, die sich zu früh hervorgewagt, so vernichte ich sie mit meinem großen, zürnenden Willen: denn zu früh ward uns das Gesetz der Liebe.« Seine Stimme verhallte dumpf, wie der Glockenton beim Ave.

Geschenke · 2017/12/08
Zauber der Weihnacht. »Weihnachten! – Welch ein prächtiges Wort! – Immer höher türmt sich der Schnee in den Straßen; immer länger werden die Eiszapfen an den Dachtraufen; immer schwerer tauen am Morgen die gefrorenen Fensterscheiben auf!

Die verfehlte (Einstellung zur) Schöpfung – Emil M. Cioran
Kunst Geschenke · 2016/12/16
Der Unbefreite Je mehr wir die letzte Mahnung des Buddha bedenken: »Der Tod wohnt allen zusammengesetzten Dingen inne. Arbeitet ohne Unterlaß an eurem Heil«, desto mehr bestürzt uns die Unfähigkeit, uns als Aggregat zu fühlen, als vorübergehende, um nicht zu sagen: zufällige Begegnung von Elementen. Im Abstrakten ist es uns leicht, uns so zu verstehen; im Unmittelbaren lehnen wir körperlich diesen Gedanken ab als eine nicht assimilierbare Evidenz. Solange wir nicht über dieses...

Weihnachtsgeschichten - Ich bin zu einer Zeit geboren worden ...
Kunst Geschenke · 2016/12/14
Ich bin zu einer Zeit geboren worden, in der die Mehrheit der jungen Leute den Glauben an Gott verloren hatte, aus dem gleichen Grund, aus welchem ihre Vorfahren an Gott geglaubt hatten — ohne zu wissen warum. Und da wählte die Mehrheit dieser jungen Leute, weil der menschliche Geist von Natur aus dazu neigt, Kritik zu üben, weil er fühlt, nicht weil er denkt, die Menschheit als Ersatz für Gott. Ich gehöre jedoch zu jener Art von Menschen, die immer am Rande stehen ...

Kunst Geschenke · 2016/12/12
Wenn es einmal irgendwo einen Schaffenden gegeben hat (und ich rede von den Schaffenden, weil sie zu den Einsamsten gehören) der in Tagen unsäglicher Sammlung die Welt eines Werkes schuf, kann es sein, daß dieses Lebens Fortschritt und Ferne uns verloren gegangen ist, weil die Zeit seines Werkes Gestalt zerschlagen hat, weil wir es nicht besitzen? Spricht nicht vielmehr die sicherste Stimme in uns davon, daß der Wind, der in dem werdenden Werke war, über seine Ränder hinaus gewirkt hat ...

Kunst Geschenke · 2015/11/22
Texte zur Weihnachtszeit - Georg Trakl. »Weihnachten! – Welch ein prächtiges Wort! – Immer höher türmt sich der Schnee in den Straßen; immer länger werden die Eiszapfen an den Dachtraufen; immer schwerer tauen am Morgen die gefrorenen Fensterscheiben auf! Ach in vielen armen Wohnungen tun sie es gar nicht mehr. – Hinter den meisten Fenstern lugen erwartungsvolle Kindergesichter hervor; da und dort liegt auf der weißen Decke des Pflasters ein verlorner Tannenzweig.