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November

November

Max Dauthendey . 1867-1918

November

Bin heut im erstarrten Garten gewesen,

Wo ich in deinem Auge einst Lieder gelesen;

Wo die Biene den Tropfen Seligkeit sog,

Und wie ein Stückchen Himmel der Schmetterling flog.

Wo der Mond aufstieg wie der Liebe Lob,

Wie ein Herz, das sich von der Erde hob,

Und wo jetzt die Wurzeln der Blumen verwesen,

Hab ich in toten Blättern noch Lieder gelesen.

 

 November

Grau verwirrt der leere Wald.

Mit tausend blauglühenden Ätheraugen,

Hoch durch schwarzen Fichtenbehang,

Irren Heere blauer gigantischer Blüten.

 

Von fremden Dolden,

Niemand hat je sie belauscht,

Blüht jeder Morgen im Grase

Eisigen Samen.

 

Graue Frauen,

Die lautlos im Reigen kamen,

Sind lautlos gegangen.

Der Bleichen Juwelen

Strahlende Fäden

Irisgrün, irisgolden,

Hangen an allen Zweigen.

 

In nackten Kronen singen

Wachszarte Ströme der Sonne.

Um bloße Säulen,

Auf weißen Schwingen kreist

Einäugig ein Aar,

Das Schweigen.

 

Der November ist der elfte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Er hat 30 Tage.

 

Alte deutsche Namen für den November sind Windmond (eingeführt von Karl dem Großen im 8.Jahrhundert), Wintermonat und Nebelung. In den Niederlanden wurde der Monat auch Schlachtmond oder Schlachten- monat genannt, da zu dieser Zeit das  Einschlachten  der Schweine üblich war. Aufgrund der zahlreichen Anlässe des Totengedenkens trägt der November auch die Bezeichnung Trauermonat.

 

Im römischen Kalender war der November ursprünglich der neunte Monat (lat. novem = neun). Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings um zwei Monate vorverlegt, sodass die direkte Beziehung zwischen Name und Monatszählung verloren ging. Dies wird manchmal bei der Übertragung der früher oft verwendeten lateinischen Datumsangaben vergessen. Unter Kaiser Commodus wurde der Monat in Romanus umbenannt, nach dem Tod des Kaisers erhielt er aber wieder seinen alten Namen zurück.

 

Im Kirchenjahr gilt der November als ein Monat der Besinnung und des Gedenkens.

Allerheiligen gedenkt die römisch-katholische Kirche aller ihrer Heiligen, dieser Gedenktag wird immer am 1. November begangen. Darauf folgt am 2. November Allerseelen, an dem die römisch-katholische Kirche der Verstorbenen gedenkt. Der 11. Nov. ist der sog. Martinstag, ein Festtag der römisch-katholischen Kirche zu Ehren ihres Heiligen Martin von Tours.

 


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