Kräuter aus Thailand selber ziehen.

Kräuter im Topf pflanzen

Auch im nördlichen Teil Europas gedeihen viele Thailändische Kräuter und Gemüsesorten wie Chilli, Thai-Basilikum, Long-Koriander und vieles mehr sehr gut, und natürlich haben selbst-gezogene Kräuter auch einen eigenen Reiz und eigenen Geschmack.


Thai-Koriander

Der Echte Koriander (Coriandrum sativum) ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.


Verwendung in der Küche
Während in Europa der Samen die größere Rolle spielt, werden in der asiatischen Küche, aber auch im südlichen Portugal, speziell im Alentejo und in der Algarve, vor allem die grünen Pflanzenteile, umgangssprachlich „Kraut“ genannt, verwendet. Frisches Korianderkraut sieht ähnlich aus wie glattblättrige Petersilie. Das kräftige, moschusartige, zitronenähnliche Aroma gibt dem frischen Korianderkraut einen unverwechselbaren Charakter. An den scharfbitteren Geschmack müssen sich viele Menschen erst gewöhnen. Die fedrigen Blätter von älteren Pflanzen werden häufig als Garnierung verwendet. Sie können auch gehackt und Soßen oder Füllungen untergemischt werden.  Gelegentlich wird Koriandergrün auch in Salaten verarbeitet oder zu Käsegerichten gereicht. Die Früchte und Blätter enthalten unterschiedliche Aromen und können einander daher nicht ersetzen.  Die Samen sollten eventuell kurz angeröstet und nach Möglichkeit immer frisch gemahlen werden; sonst überwiegen die schwerflüchtigen Bitterstoffe des Korianders schnell die leichtflüchtigen Aromastoffe, und die Speisen werden bitter statt aromatisch. Gemahlene Samen werden zum Würzen von Brotteig, Kleingebäck, Kohlgerichten, Hülsenfrüchten und Kürbis verwendet. Koriander ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver, Currypaste und Lebkuchengewürz und wird auch zur Likörherstellung verwendet. Neben salzigen Speisen wie Fleisch, Wurst, Soße und Gemüse kann der Koriander auch zu Kompott, Marinaden und Weihnachtsgebäck verwendet werden. Auch Brot kann damit gewürzt werden. Koriander wird sehr oft mit Kreuzkümmel, auch Cumin genannt, kombiniert.
In Thailand werden die unterirdischen Pflanzenteile, umgangssprachlich „Wurzel“ genannt, wie die der Petersilie verwendet.


Koriander ist als Gewürzpflanze, wie auch der vietnamesische Koriander (ผักไผ่, จันทน์โฉม, หอมจันทน์), recht beliebt in unseren Kräuterbeeten, zumal die Anzucht und die Pflege recht einfach zu gestalten ist. Koriander zählt aber nicht nur zu den Gewürzkräutern, sondern auch zu den Heilkräutern, da sein Samen bei Magenerkrankungen und Darmerkrankungen als krampflösend beschrieben wird. Es lohnt sich also doppelt dieses Kraut im Garten anzupflanzen. Gehen Sie dabei einfach wie folgt beschrieben vor. Koriander sollte in keinem mediterranen Garten fehlen


Bei starken Frosttemperaturen können Sie Koriander selbstverständlich auch auf dem Fensterbrett vorziehen und erst ab Mitte Mai ins Freiland pflanzen. Sobald die Pflänzchen relativ stabil im Wachstum sind, müssen Sie den Koriander jedoch mit einem Abstand von circa 10 bis 15 Zentimetern einzeln verpflanzen. Die Jungpflanzen sollten Sie anschließend regelmäßig gießen, sprich ständig leicht feucht halten.


Koriander im Topf pflanzen:
Des Weiteren können Sie Koriander auch problemlos als Topfkultur auf dem Balkon und der Terrasse anbauen. Hierbei empfiehlt es sich, der möglichst nährstoffreichen Topferde etwas Sand beizumischen. Weiterhin sollten die verwendeten Töpfchen über ein Drainagesystem verfügen, das Wasser gut ableitet.


Koriander richtig pflegen
Ausgewachsenen Koriander sollten Sie durchwegs trocken halten, d.h. nur bei Bedarf mäßig gießen. Staunässe verträgt der Koriander zudem gar nicht.

 

 

Long-Coriander

Langer Koriander
Der Lange Koriander (Eryngium foetidum), ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütengewächse (Apiaceae). Sie ist in weiten Gebieten der Neotropis beheimatet. Heute ist Eryngium foetidum in vielen tropischen bis subtropischen Gebieten der Welt verbreitet. Das Artepitheton foetidum und einige Trivialnamen verdankt sie einem intensiven Geruch nach Koriander. Die Blätter werden als Heilkraut und Gewürz verwendet.


Beschreibung
Der Lange Koriander wächst als zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 8 bis 40 cm. Es wird eine dünne Pfahlwurzel mit verzweigtem, faserigen Wurzelsystem gebildet. Die Stängel sind grün. Die vielen in einer grundständigen Rosette zusammen stehenden Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache, dunkelgrüne und kahle Blattspreite ist 5 bis 25 cm lang, 1,2 bis 4 cm breit, lanzettlich oder verkehrt-lanzettlich mit keilförmiger bis abwärts laufender Spreitenbasis und stumpfer Spitze. Der Blattrand ist schwielig oder gekerbt bis fein dornig gesägt (daher der englische Trivialname „sawtooth coriander“ direkt übersetzt „Sägezahn-Koriander“). Es ist eine fiedrige Netznervatur vorhanden. Die gegenständigen Stängelblätter sind tief dornig gesägt bis geteilt.


Verbreitung
Der Lange Koriander ist in Mittelamerika heimisch, wo er meist culantro oder cilantro heißt (was irreführend sein kann, da cilantro auch das gebräuchliche Wort für Koriandergrün ist). Im Norden Nicaragua nennt man ihn sowohl Culantro als auch Chicoria. Sein natürliches neotropisches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südmexiko bis Bolivien und umfasst auch die karibischen Inseln. Heute wird er auch in den asiatischen Tropen, vor allem der südostasiatischen Halbinsel, angebaut.


Geruch und Inhaltsstoffe
Alle Pflanzenteile, besonders die Blätter, verströmen einen intensiven Geruch, der an Korianderblätter erinnert. Die dafür verantwortlichen Inhaltsstoffe sind, ähnlich wie beim Koriander, langkettige Aldehyde, vor allem 2-E-Dodecenal und Dodecanal.


Verwendung
In der Volksmedizin der Herkunftsländer wird langer Koriander vielfältig verwendet: Man benutzt ihn vor allem gegen Verdauungsbeschwerden, als schweiß- und harntreibendes Mittel und als Stimulans.


In der Küche kann langer Koriander wie Koriander verwendet werden. Mit den frischen Blättern würzt man karibische Salate und Saucen (salsas) und garniert Speisen vor dem Anrichten. Langer Koriander sollte immer roh und frisch verwendet werden, da sowohl beim Trocknen als auch beim längeren Kochen große Geschmackseinbußen auftreten.

 

 


Zitronenbasilikum

Zitronenbasilikum, Thai Zitronenbasilikum oder Lao Basilikum (Ocimum citriodorum) ist ein Hybrid zwischen Basilikum (Ocimum basilicum) und afrikanischen Basilikum (Ocimum americanum). Zitronenbasilikum kann bis zu 20-40 cm hoch werden. Es hat weiße Blüten im Spätsommer bis Frühherbst. Die Blätter sind ähnlich wie Basilikum, aber sind in der Regel etwas schmäler. Samen bilden sich an der Pflanze nach der Blüte. Zitronenbasilikum ist ein beliebte Gewürzpflanze in Indonesien, Laos und in der thailändischen Küche.

Verwendung in der Küche
In Thailand wird Zitronenbasilikum Määng lak (Thai: แมง ลัก) genannt und ist eine von mehreren Basilikum Arten die in der Thai-Küche verwendet werden. Die Blätter werden in einigen Thai-Currys verwendet und ist auch für das Nudelgericht Khanom Chin nam ya unverzichtbar.

Anbau
Zitronenbasilikum braucht die gleiche Sorgfalt wie auch andere Arten von Basilikum. Zitronenbasilikum ist eine tropische Pflanze und sollte daher an einem Ort gepflanzt werden, mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung. Es ist eigentlich eine ziemlich robuste Pflanze, die nur genügend Wasser bekommen sollte. Es sollte bewässert werden, wenn der oberste Teil des Bodens trocken ist.

Zitronenbasilikum sollte nie blühen während der Erntezeiten. Wenn er blüht wird sein Aroma geopfert und die Blätter werden kleiner, trocken und ledrig. Sobald die Blütentrauben sich bilden, sollten sie entfernt werden, so wird die Pflanze seinen vegetativen Wachstums fortsetzen.
Einmal in der Woche ernten wird die Pflanze buschiger machen. Zitronenbasilikum darf nicht vollständig entlaubt werden. Ausbreitung wird durch Saat und Stecklinge erreicht.